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Übersicht der aktuellen Ausstellungen

Hier finden Sie eine Übersicht der aktuellen Ausstellungen in Kaltern:

Datum Ausstellung Ort & Zeit
vom 6. April bis 5. Mai 2018 Ausstellung der Künstler "Petra Polli & Christoph Hinterhuber" Galerie GefängnisLeCarceri
Vernissage: 5. April 2018, 19 Uhr
DI-SO10.30-12 Uhr, 17-19 Uhr
vom 18. Mai bis 16. Juni 2018 Ausstellung des Künstlers "Felix Tschurtschenthaler" Galerie GefängnisLeCarceri
Vernissage: 17. Mai 2018
vom 20. Juli bis 18. August 2018 Ausstellung der Künstlerinnen "Elisabeth Oberrauch & Manuela Fritz" Galerie GefängnisLeCarceri
Vernissage: 19. Juli 2018
vom 31. August bis 29. September 2018 Ausstellung der Künstler "Ivo Mahlknecht & Michael Munding" Galerie GefängnisLeCarceri
Vernissage: 30. August 2018

Informationen zur Ausstellung der Künstler "Felix Malnig & Felix Tschurtschenthaler" vom 18. Mai bis 16. Juni 2018

„Rifugio“
Der Sextner Felix Tschurtschenthaler trifft in der zweiten Kunstausstellung 2018 auf den Wiener Felix Malnig. Die einstigen Gefängniszellen werden zum Schauplatz ihrer künstlerischen Arbeiten.
Felix Tschurtschenthaler: Menschen bauten Zelte, um sich vor Wind und Wetter zu schützen. Das Zelt ist somit eine der ältesten Formen des Schutzbaues und seither als temporäre, als zeitlich begrenzte Behausung konzipiert. Heute werden weltweit Flüchtlinge, die vor Kriegen und Dürren geflohen sind, in riesigen Zeltstädten untergebracht. Zelte sind keine dauerhafte Unterbringungsmöglichkeit, sind Notunterkünfte – ohne sanitäre Anlagen und ohne Privatsphäre.
In der Installation nehmen die Zelte Raum ein – Raum, der zum Luxus geworden ist – sie nehmen aber auch Raum weg – Raum, den andere zum Leben bräuchten. Während wir im Luxus leben, öffentlichen und privaten Raum ästhetisch und individuell gestalten zu können, müssen sich andere sozialen und geographischen Raum in unserer Wohlstandsgesellschaft erst erringen. Wände, Mauern und Zäune – ob physischer Art oder in den Köpfen – grenzen Raum ein, grenzen andere Menschen sowie alles was anders ist aus.
Und irgendwo in der Beziehung zwischen Mensch und Raum entsteht Heimat.
Felix Malnig: Zonen des Übergangs, Wegmarken der Flucht
Seit 2010 hat Felix Malnig die durch den Mauerfall und die EU überflüssig gewordenen, verlassenen Grenzstationen des ehemaligen Eisernen Vorhangs entlang der österreichischen Grenze fotografiert. Viele von ihnen sind inzwischen abgerissen worden. Die Motive finden Eingang in stark reduzierte, oft monochrome, jedoch farbintensive Gemälde, die er mit Acryl und Lackspray auf Leinwand malt. Sie haben durch die Ein- und Durchreise tausender Flüchtlinge mittlerweile einen zusätzlichen Symbolwert erhalten.
Nicht selten sind es jene identitätslosen Übergangszonen, die von Michel de Certeau und Marc Augé als Nicht-Orte beschrieben wurden: Grenzübergänge, d.h. Transiträume, die nicht zum Verweilen einladen, an denen keine Kommunikation stattfindet, die seelen- und gesichtslos sind.
Orte der Veränderung, Orte in Veränderung, im Zustand des Wandels, mithin des Verfalls. Menschen sind darauf nur selten zu sehen, sie haben, wie es scheint, diese Orte wieder verlassen, sind weitergezogen, vielleicht überstürzt aufgebrochen, doch ihre Spuren sind noch sichtbar. Geöffnete Fenster in leeren Räumen; ruhige, einst belebte Straßen; abgestellte, von Schnee bedeckte Autos; unbewohnte Häuser. Das Fehlen der Menschen verleiht diesen Bildern ein Moment der geheimnisvollen Stille, über ihnen liegt ein eigentümlicher „Schatten der Wehmut“. (Georg Vasold)
Malnigs Bilder von alpinen, von Autobahnen zerschnittenen Landschaften und von sommerlichen Badeszenen ergänzen bzw. konterkarieren die Installation.