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Kalterer Tradition - Der blaue Schurz

Der blaue Schurz in Kaltern am See
Der blaue Schurz in Kaltern am See
"Ein Mann ohne Schurz ist nur halb angezogen", besagt ein Südtiroler Sprichwort. Ursprünglich war der Schurz weiß, zunächst aus Leinen, gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Baumwolle verwendet. Der lange, weiße Schurz war Ausdruck des Standesbewusstseins. Meist trug ihn nur der Bauer selbst, höchstens noch der Bauernknecht oder der Fütterer. Zwischen 1900 und 1950 wurde das "weiße Vortuch", im Dialekt "Firtig oder Fürchta" genannt, allmählich vom blauen Schurz abgelöst. Der Schurz diente in erster Linie als Schutz- und Arbeitskleidung, die in jeder Alltagssituation getragen wurde. Daneben erfüllte er noch andere praktische Aufgaben; als Sack, als Säkorb, als Schweiß- oder Handtuch und nicht zuletzt diente das Schurzoberteil ("Pafer" oder "Brüstl") beim Gang zu den Ämtern und Behörden zum Verstauen von allerlei Papierkram. Oftmals diente der Schurz auch dazu, die Hose oben zu halten.

Erst viel später ist der Schurz mit gestickten Blumen oder einem humorvollen Spruch verziert worden. Ein aufgedrehter, blauer Schurz bedeutet "Feierabend": Nach getaner Arbeit wird die rechte Ecke vom Schurz zum Rücken gezogen und dort in die Schurzbänder eingedreht, während die linke Ecke vorne nach unten schaut. Diese Eigenheiten und auch die Art des Schurzbindens variieren in den einzelnen Tälern Südtirols.