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Die Legende von der Hl. Kummernus

Kirche in Altenburg/Kaltern
Kirche in Altenburg/Kaltern
Vigiliuskirche in Altenburg Kaltern

Ein heidnischer König, der auf Sizilien herrschte, besaß eine Tochter, deren Schönheit weitum gerühmt wurde. Kummernus war ihr Name. Auf Wunsch ihres Vaters sollte sie einen mächtigen König heiraten. Sie weigerte sich aber, einen heidnischen Mann zu ehelichen, dann sie war bereits heimlich getauft und Christin geworden. "Mein Leben habe ich dem König der Könige geschenkt", antwortete sie ihrem Vater, "daher will ich keinem anderen angehören." Mit gütigen und drohenden Worten versuchte der König, sie umzustimmen. Es war vergebens. Da erfasste ihn ein heftiger Zorn. Er ließ seine schöne Tochter mit glühenden Zangen peinigen und in den Kerker werfen. Dort betete sie zum Heiland, er möge sie doch entstellen, damit sie kein Mann mehr begehren würde. Christus erhörte ihr Gebet und über Nacht ließ er ihr einen langen, starken Bart wachsen.

Als sie der Vater so entstellt am nächsten Morgen wiedersah, wurde er so wütend, dass er sie zum Tode verurteilte und kreuzigen ließ. Als Königstochter wurde sie mit einem kostbaren Gewand und mit goldenen Schuhen bekleidet und mit einer goldenen Krone auf dem Haupte gekreuzigt.

Bald nachher kam ein armer Spielmann des Weges. Beim Anblick der Gekreuzigten ergriff ihn tiefes Mitgefühl. Er holte seine Fiedel hervor und spielte der Unglücklichen seine schönsten Weisen vor. Kummernus bedankte sich bei dem Geiger, indem sie ihm einen ihrer goldenen Pantoffel zuwarf. Der fremde Musiker, der sich schon lange nicht mehr satt gegessen hatte, wollte sich nun einen guten Tag gönnen. Er kehrte beim nächsten Wirt ein und ließ sich vom Besten bringen, was Küche und Keller bieten konnten. Ehe er weiterwandern wollte, bezahlte er mit dem goldenen Pantoffel. Der Wirt erkannte den Schuh der Königstochter, schöpfte Verdacht und ließ den Spielmann vor den Richter bringen, der ihn wegen schweren Diebstahls zum Tode verurteilte. Bevor er hingerichtet werden sollte, durfte er noch einen letzten Wunsch äußern. Der verurteilte Geiger wünschte nichts anderes, als dass er noch einmal vor der gekreuzigten Jungfrau spielen dürfe. Dieser Wunsch wurde ihm gewährt.

Er wurde zur Gekreuzigten geführt, und viele Neugierige folgten ihm. Er spielte in gläubiger Ergebenheit und voller Inbrunst; alle Zuhörer waren tief ergriffen. Nachdem er sein Spiel beendet hatte, hob Kummernus den beschuhten Fuß und warf ihm den zweiten Pantoffel zu. Alle Zuschauer erlebten das Wunder mit; des Spielmanns Unschuld war erwiesen, und als geehrter Mann konnte er wieder weiterziehen. Der König und ein Großteils des Volkes bekehrten sich zum Christentum.

An der Fassade der alten Vigiliuskirche in Altenburg/Kaltern befindet sich ein altes Kummernusfresco, welches an diese Legende erinnert.

Quelle: "Kalterer Geschichten" von Anton Maran