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Die Kalterer "Herrgottskinder"

Dorfzentrum von Kaltern am See
Dorfzentrum von Kaltern am See
An einem Freitag, schon vor vielen Jahren, saß ein fremder Wandersmann an einem Tisch beim "Weißen Rössl". Verträumt genießt er den friedlich sonnigen Herbstmorgen. In nicht allzu langen Abständen schlürft er mit sichtlichem Wohlbehagen den goldig schimmernden Burgunder aus dem fein geschliffenen Glase. Niemand stört die erquickende Ruhe auf dem mitteralterlichen Dorfplatz.

Da zerreist plötzlich das laute Gebimmel eines Glöckleins die beglückende Vormittagsruhe. Ob der Störung etwas verärgert, fragte der Fremdling den alten behäbigen Wirt, was dies Gebimmel zu bedeuten hätte.

"Ja Herr", entgegnete der freundliche Wirt, "wisset Ihr nicht, dass an jedem Freitag zur neunten Stunde zum Andenken an den Tod unseres Herrn die Glocke geläutet wird?" "Oh, das weiß ich wohl", sagte der Gast, "aber bei uns daheim läutet man zur Sterbestund Christi die große Glocke, und mir will scheinen, in dem hohen Turm da drüben müssten wohl größere Glocken hängen". "Ei ja, freilich, wir haben die größte Glocke weitum", erklärte der Wirt, "aber die läuten wir nur, wenn ein eingesessener Kalterer Bürger stirbt."

Ohne lange zu überlegen, zog der Fremdling seinen prallen Geldbeutel aus dem Sack, zählte eine größere Summe auf den Tisch, schob sie dem Wirt hin und sagte dabei schmunzelnd: "Herr Wirt, mit dieser Summe erkaufe ich jetzt unserem Herrgott das Bürgerrecht an diesem schmucken Ort." Seither ist unser Erlöser Kalterer Bürger, und seither erinnert auch in Kaltern wie anderwärts jeden Freitag die große Glocke die Bewohner an den Martertod Christi am Kreuz. Bald nachher wurden die Kalterer landauf und landab "Herrgottskinder" genannt, und dieser Ehrenname blieb bis zum heutigen Tag.