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Das Ortsbild von Kaltern wird vom
Überetscher Stil geprägt. Die Blütezeit dieses Baustils fällt in den Zeitraum von 1550 bis 1600. Damals wurde der Ortskern weitgehend umgebaut, viele Baumeister aus dem Süden waren in Kaltern tätig. Zu jener Zeit war eine gewisse Italianität modern und wurde besonders von der aus der Toskana stammenden Landesfürstin Claudia von Medici und ihrem Sohn Erzherzog Ferdinand Karl favorisiert.
Tatsächlich erinnert der Überetscher Stil mitunter an die toskanische Bauweise. Typische Merkmale sind: zinnenbewehrte Mauern, stein- und marmorgerahmte Türstöcke und Fensterbögen, verzierte Portale und Erker, Doppelbogenfenster mit schlanken Mittelsäulen, Sandstein-Arkaden, Loggien, Veranden und Freitreppen sowie geschlossene Innenhöfe. Im Innern der Gebäude gruppieren sich die Räume zumeist symmetrisch um einen großen Flur oder Mittelsaal. |
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