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Südtiroler Spezialitäten

Die Speckplatte ist eine der typischen Spezialitäten in Südtirol
Die Speckplatte ist eine der typischen Spezialitäten in Südtirol
Die Südtiroler Küche ist wohl eine der beliebtesten und bekanntesten überhaupt. Abwechslungsreiche Gerichte mit Zutaten aus einheimischen, kontrollierten Produkten lassen die Speisen etwas besonderes werden.
Mediterrane Küche, Tiroler Spezialitäten, Produkte aus heimischer Produktion ohne lange Transportwege, hoher Nährwert - dies alles wird Ihnen in Südtirol serviert. 
 
Damit Sie einen kleinen Einblick in die traditionelle Südtiroler Küche erhalten, finden Sie hier einige Kochrezepte zum Nachkochen und zum Genießen. Probieren Sie es aus! 
 
Kalte Vorspeisen
 
Carpaccio vom Südtiroler Speck und Steinpilzen:
 
Für 4 Personen
Zutaten:  200 g Südtiroler Speck
                80 g Steinpilze, frisch
                  2 Radieschen
                10 g Frühlingszwiebeln
                60 g Feldsalat
Dressing: 1 EL Zitronensaft
                Weißer Pfeffer aus der Mühle
                Salz
                4 EL Olivenöl
Weiters:   1 EL Meerrettich
               2 EL Brotcroutons
 
Salatdressing: Den Zitronensaft mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer in einer Schüssel verrühren, dann das Olivenöl kräftig einrühren und nochmals abschmecken.
Carpaccio: Den Speck von der Kruste befreien mit der Maschine in dünne Scheiben schneiden und kreisfürmig auf dem Teller ausrichten. Die Steinpilze putzen, roh in dünne Scheiben schneiden und auf dem Speck verteilen.
Die Radischen putzen, waschen, ebenfalls in Scheiben schneiden. Die Frühlingszwiebeln putzen, in Röllchen schneiden und zusammen mit den Radieschen und dem Feldsalat auf den Speck geben. Zum Schluss das Gericht mit dem Salatdressing beträufeln, mit frisch geraspeltem Meerrettich und den gerösteten Brotcroutons vollenden und servieren.
 
TIPP:
- Anstelle der frischen Steinpilze können Sie auch eingelegte Steinpilze verwenden.
- Raspeln Sie zur Abwechslung einen Grana aus Südtirol über das Speckcarpaccio.
 
 
Spargel mit Speck und Ei
 
Für 4 Personen:
Spargel:       12 weiße Spargel
                     1 TL Butter
                     2 EL Weißwein
                     1 Msp. Zucker, Salz
Salat:            100 g Salat wie Kresse, Frisée, Lollo rosso
                     verschiedene Kräuter wie Kerbel, Petersilie, Schnittlauch...
Salatsauce:  30 ml Weißweinessig
                     50 ml Fleischsuppe
                     60 ml Olivenöl, Salz, Pfeffer aus der Mühle
Eier:              1 l Wasser
                     3 EL Weißweinessig
                     1/2 Lorbeerblatt
                     2 Pfefferkörner, zerdrückt
                     4 Eier
Weiters:       12 Speckscheiben
                     1 EL Basilikumpesto
 
Spargel: Spargel schälen, holzige, angetrocknete Enden wegschneiden. Salzwasser zum Kochen bringen, Butter, Weißwein und Zucker hinzufügen, Spargel hineinlegen und zugedeckt je nach Dicke 18-20 Minuten kochen.
Kräutersalat: Salate putzen, waschen und trocknen. Kräuter putzen und abzupfen.
Salatsauce: Essig und Fleischsuppe gut vermischen, Olivenöl einrühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
Pochierte Eier: Wasser mit Weißweinessig, Lorbeerblatt und Pfefferkörnern in einem kleinen Topf bis zum Siedepunkt erhitzen. Eier aufschlagen, ohne das Eigelb zu verletzen, und einzeln in eine Tasse geben. Ins Essigwasser gleiten lassen, mit einer Spachtel oder einem Löffel vom Pfannenboden lösen. Eier 3-5 Minuten ziehen lassen.
Fertigstellung: Pro Teller drei gekochte Spargel in je eine Speckscheibe einrollen. Ein Ei auf die Spargel legen. Den Teller mit dem Kräutersalat garnieren und die Salatsauce darüber träufeln. Mit Basilikumpesto verfeinern.
  
 
Suppen und warme Vorspeisen

 Speckknödel in der Fleischsuppe
 
Für 4 Personen (ca. 8 Knödel)
Zutaten: 150 g schnittfestes Weißbrot oder Knödelbrot
               40 g Zwiebel
               1 EL Butter
               80 g Speck, in feine Würfel geschnitten
               2 Eier
               2 EL Mehl
               100 ml Milch
               1 EL Petersilie oder Schnittlauch, fein geschnitten
               Salz
Weiters: 1 EL Schnittlauch, fein geschnitten
               2 l Fleischsuppe
 
Knödel: Das Weißbrot in kleine Würfel schneiden. Die in feine Würfel geschnittene Zwiebel in Butter dünsten, über das Brot geben und vermischen. Das Mehl und den Speck untermengen. Die Eier, die Milch, die Petersilie und das Salz verrühren, über das Brot geben und alles gut vermengen. Die Masse ca. 15 Minuten ziehen lassen, Knödel formen und  im Salzwasser halb zugedeckt sieden lassen. Die Speckknödel in einer kräftigen Fleischsuppe servieren und mit Schnittlauch bestreuen.
Garzeit: ca. 20 Minuten
 
 
Kartoffelgnocchi mit Steinpilzen
 
Für 4 Personen
Sauce:    200 g Steinpilze
              3 EL Olivenöl
              40 g Zwiebel, fein geschnitten
              100 ml Kalbssauce
              100 ml Sahne
              2 EL Sahne, geschlagen
              1 EL Parmesan
              1/2 Knoblauchzehe, fein gehackt
              Salz
              Pfeffer aus der Mühle
Weiters:  Kartoffelteig (siehe unten)
              Petersilienblätter
 
Kartoffelgnocchi: Aus dem Teig rasch gleich dicke Stränge (1 cm Durchmesser) formen und diese in ca. 1.5 cm lange Stücke schneiden. Die Gnocchi mit dem Daumen über eine Gabel rollen, damit sie ein Muster bekommen. Kartoffelgnocchi auf eine Platte geben.
Steinpilzsauce: Steinpilze mit einem kleinen Messer putzen und mit einem sauberen, feuchten Tuch reinigen oder kurz abbrausen. Pilze in kleine Scheiben schneiden. In einer Pfanne Olivenöl leicht erhitzen, Zwiebel darin anschwitzen, Steinpilze dazugeben, kurz durchschwenken. Mit Kalbssauce und Sahne auffüllen und 5 Minuten kochen lassen. Parmesan und Knoblauch hinzufügen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Fertigstellung: In einem großen Topf reichlich Wasser zum Kochen bringen, salzen, Kartoffelgnocchi hineingeben, mit dem Holzkochlöffel vorsichtig umrühren und ca. 1 Minute kochen, mit der Schaumkelle herausnehmen und zu der Steinpilzsauce geben. Kurz durchschwenken, die geschlagene Sahne dazugeben, nochmals abschmecken und mit Petersilienblättern servieren.
 
 
Kartoffelteig:

Zutaten: 300 g Kartoffeln

             1 Eigelb
             1 EL Butter, zerlassen
             100 g Mehl
             1 Msp. Muskatnuss, Salz
 
Die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und ca. 20 Minuten in Salzwasser kochen, abseihen und ausdampfen lassen. Die Kartoffeln passieren, mit dem Eigelb und flüssiger Butter vermischen und erkalten lassen. Mehl, Muskatnuss und Salz unter die Kartoffelmasse kneten.
  
 
Fisch, Fleisch und Beilagen
 
 Milchlammkeule in Kräuterbutter gebraten mit Kartoffeln
 
Für 4 Personen
Zutaten:        1 Milchlammkeule zu ca. 600 g
                      Salz
                      Pfeffer aus der Mühle
                      2 EL Öl zum Anbraten
Kräuterbutter: 1 EL Butten
                     1 EL Minze
                     1 TL Thymian
                     1 TL Rosmarin
                     1 TL Salbei
                     1 Knoblauchzehe, zerdrückt
Kartoffeln:    800 g Kartoffel, festkochend
                     3 EL Olivenöl
                     Salz
                     60 g Oliven
                     1 TL Petersilie, fein geschnitten
 
Lamm: Die Lammkeule vom Fett befreien, salzen unf pfeffern und in einer heißen Pfanne in Öl auf allen Seiten anbraten, dann im Backrohr rosa braten (Kerntemperatur: ca. 60 Grad). Die Keule aus dem Backrohr nehmen und ca. 5 Minuten ruhen lassen.
Kräuterbutter: Die Butter in die Pfanne geben, die Kräuter (Minze, Thymian, Rosmarie, Salbei und Knoblauchzehe) dazugeben, dann die Keule in der Kräuterbutter wenden.
Kartoffelwürfel: Die Kartoffeln schälen, waschen, in Würfel schneiden und in Salzwasser einmal aufkochen lassen. In eine Bratpfanne mit heißem Olivenöl geben, salzen und im Backrohr ca. 30 Minuten bei 180 Grad braten, dabei ab und zu wenden. Kurz vor Garende Oliven und Petersilie dazugeben.
Fertigstellung: Die Lammkeule aufschneiden und mit der Kräuterbutter und den Kartoffeln servieren.
Gartemperatur: 180 Grad
Garzeit Milchlammkeule: ca. 30-40 minuten
 
Tipp: Dazu können Sie auch Kartoffelgraten, Peperonata oder Spargel servieren.
 
 
Schweinesteak mit Äpfeln und Blumenkohlpüree
 
Für 4 Personen
Püree:   200 g Blumenkohl
              100 ml Milch
              100 ml Sahne
              30 g Butter, Salz
Äpfel:     1 Apfel
              1 EL Butter, 1 EL Zucker
              4 EL Weißwein
Steak:    4 Schweinssteaks zu je 140 g
              Salz
              Pfeffer aus der Mühle
              2 EL Öl zum Braten
              1 EL Butter
              1 Rosmarinzweig
              4 Salbeiblätter
              4 EL Weißwein
 
Püree: Blumenkohl in Würfel schneiden. Mit Milch, Sahne, Butter und Salz ca. 20 Minuten kochen, dann pürieren.
Äpfel: Den Apfel schälen, achteln, entkernen und in Spalten schneiden. In einer Pfanne Butter und Zucker goldbraun karamellisieren, mit Weißwein löschen, Apfelspalten dazugeben und ca. 2 Minuten gar ziehen lassen.
Steak: Schweinssteaks mit Salz und Pfeffer würzen. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen, die Steaks dazugeben. Zuerst auf der einen Seite ca. 3 Minuten garen und auf der anderen Seite nochmals 2 Minuten braten. Die Steaks aus der Pfanne nehmen und einige Minuten ruhen lassen. Öl wegschütten, kalte Butter, Rosmarin und Salbei dazugeben, mit Weißwein löschen, etwas einkochen lassen und abseihen. 
Fertigstellung: Schweinssteaks auf die Teller geben, die Apfelspalten rundherum legen, mit Blumenkohlpüree, Sauce und den Petersilienblättern servieren.
 
 Desserts
 
Apfelstrudel
 
Für 1 Strudel
Teig:             300 g Mehl
                     200 g Butter
                     100 g Staubzucker
                     1 Ei (oder 2 Eigelb)
                     1 Pkg. Vanillezucker
                     1 Msp. Zitronenschale, gerieben
                     1 Prise Salz
Apfelfüllung:600 g Äpfel
                     50 g Zucker
                     50 g Brösel, in etwas Butter geröstet
                     40 g Sultaninen
                     20 g Pignoli, 2 EL Rum
                     1 Pkg. Vanillezucker
                     1/2 TL Zimtpulver
                     1 Msp. Zitronenschale, gerieben
Weiters:       Ei zum Bestreichen
 
Teig: Das Mehl auf ein Backbrett sieben un in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die Butter in Würfel schneiden und mit dem Staubzucker, dem Ei, dem Vanillezucker, der Zitronenschale un dem Salz in die MItte geben und verkneten, bis keine Butterstücke mehr zu sehen sind, dann mit dem Mehl rasch zu einem glatten Teig kneten. In Klarsichtfolie einwickeln und ca. eine Stunde im Kühlschrank rasten lassen.
Apfelfüllung: Die Äpfel schälen und entkernen, in schmale Scheiben schneiden und mit Zucker, Brösel, Sultaninen, Pignoli, Rum, Vanillezucker, Zimt und Zitronenschale mischen. Das Backrohr vorheizen.
Apfelstrudel: Den Teig auf einem bemehlten Nudelbrett (40 x 26 cm) ausrollen und auf ein gebuttertes (oder mit Papier ausgelegtes) Backblech legen. Die Apfelfüllung auf den Teig geben und den Strudel mit dem Teig einschlagen. Den Strudel mit dem aufgeschlagenen Ei bestreichen, mit den restlichen Teigstreife verzieren und im Backrohr backen.
Backtemperatur: 180 Grad
Backzeit: ca. 35 Minuten
 
 
Marillenknödel mit Bröselbutter
 
Für 6 Knödel
Topfenteig:  40 g Butter
                    10 g Zucker
                    1 Pkg. Vanillezucker
                    1 Prise Salz, 1 Ei
                    150 g Topfen (Quark)
                    50 g Mehl
Weiters:      6 kleine Marillen
                    60 g Rohmarzipan
                    1 EL Butter
                    60 g Weißbrotbrösel oder süße Brösel
                     1/2 TL Zimt, 2 EL Zucker
                     2 EL Butter zum Abschmälzen
 
Topfenteig: Weiche Butter, Zucker, Vanillezucker und Salz schaumig rühren. Ei, Topfen und Mehl einrühren. Den Teig ca. 15 Minuten im Kühlschrank zugedeckt ruhen lassen.
Marillenknödel: Marillen waschen, trocknen, einschneiden, jedoch nicht ganz durchschneiden, den Kern herausnehmen und mit je 10 g Rohmarzipan füllen. Topfenteig auf einer bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen und in sechs gleiche Quadrate (7x7 cm) schneiden. Nun die Teigquadreate um die Marillen gut verschließen und Knödel formen. In kochendem Salzwasser ganz leicht sieden. Butter zerlassen, Weißbrotbrösel darin unter ständigem Rühren leicht rösten. Marillenknödel aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen, dann in den Weißbrotbröseln wälzen, mit Zucker und Zimt bestreuen und mit Butter abschmälzen.
Garzeit: ca. 8 Minuten
 
 
Quelle: "Rezepte aus dem Genussland Südtirol", EOS- Export Organisation Südtirol der Handelskammer Bozen
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