Maria von Mörl

Das Geburtshaus der Maria von Mörl
... oder "die stigmatisierte Jungfrau von Kaltern"
Maria von Mörl wurde 1812 geboren und entstammte einer verarmten Adelsfamilie aus Kaltern. Schon als Kind kränkelnd, war sie ihr Leben lang von schweren körperlichen Leiden geplagt. Um ihr zwanzigstes Lebensjahr traten außergewöhnliche Zustände auf, die ihr dann den Beinamen "
die ekstatische" einbrachten.
Maria von Mörl war so in die Leiden des Erlösers versunken, dass alle Empfänglichkeit für die Sinneswelt verlor. Wie ein geistiges Wesen kniete sie wie ein Engel auf ihrem Bett, die Augen unbeweglich auf einen Punkt am Himmel geheftet. Anders war es an den Donnerstag Abenden, wo sie die Leiden des Erlösers am Ölberg mitzuleiden scheint.
Am ergreifendsten sind die Szenen am Freitag, die sich durch ihre innige Teilnahme an dem Kreuztod Jesus kundgeben. Seit 1836 zeigten sich auf ihren Händen und Füßen die Wundmale Christis.
Die Kunde von Maria verbreitet sich durch ganz Europa und bald schon kamen Tausende an Pilger nach Kaltern um die stigmatisierte Jungfrau persönlich zu treffen. 1841 trat sie in das Kloster der Tertiarierschwestern in Kaltern ein. Dort empfing sie die Prominenz Europas, Prinzen und Herzöge, zwei Kaiserinnen, Politiker und Kirchenfürsten. 1868 verstarb Maria von Mörl.
Das Land auf dem heute der
Friedhof von Kaltern liegt, hat Maria von Mörl ihrer Heimatgemeinde zur Anlage eines neuen Friedhofs geschenkt.










